Schwangerschaft


Während der Schwangerschaft sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchung nötig, um Ihr Wohlbefinden zu gewährleisten , die zeitgerechte, unauffällige Entwicklung Ihres Babys zu beobachten und um gegebenfalls auftretende Beschwerden und Erkrankungen zu behandeln.

Nach Feststellen der Schwangerschaft führen wir zunächst eine Ultraschalluntersuchung durch, die die Lage des Fötus in der Gebärmutterhöhle dokumentieren soll. In seltenen Fällen nistet sich das befruchtete Ei nämlich außerhalb der Gebärmutterhöhle ein ( z.B. im Eileiter ) als sogenannte Extrauterinschwangerschaft (EUG) und kann nicht ausgetragen werden. Im Rahmen dieser Untersuchung können auch Zwillinge diagnostiziert werden.

Bei späteren Ultraschalluntersuchungen wird die Lage des Mutterkuchens (=Plazenta) beschrieben und das Wachstum des Kindes kontrolliert. In einigen Fällen können auch frühe kindliche Störungen gefunden werden, die einer weiteren Abklärung bedürfen. Hier gilt unser Augenmerk der sogenannten Nackenfalte, die bei einer Dicke von mehr als 2,8 mm in der 12.-14. Schwangerschaftswoche in 70 % der Fälle auf eine chromosomale Störung hindeuten kann. (http://www.klaus-graubner.de/patienteninfos/nackenoedem.htm)

Zur ersten Mutterschaftsvorsorge gehört das Anlegen des Mutterpasses, eine Blutentnahme zum Ausschluss verschiedener Erkrankungen und ein bakteriologische Abstrich aus dem Muttermund zur Früherkennung einer Chlamydieninfektion. Liegt Ihre letzte Krebsfrüherkennung schon länger zurück, sollte sie jetzt wiederholt werden.

Zur Komplettierung einer jeden Mutterschaftsvorsorge gehört die Gewichts - und Blutdruckermittlung sowie die Untersuchung einer Urinprobe. Gelegentlich werden wir Ihr Blut auf einen Eisenmangel hinuntersuchen.

Bis zur etwa 30.SSW ( wir gehen von 40 Schwangerschaftswochen bis zum Entbindungstermin aus) werden wir mit Ihnen 4-wöchentliche Vorstellungstermine vereinbaren, danach und bei Bedarf werden die Abstände dann verkürzt. Ab diesem Zeitpunkt werden wir auch regelmäßig die Herztöne des Kindes kontrollieren.

Wir denken, so haben Sie ausreichend Zeit, für Sie wichtige Fragen zu stellen oder gegebenfalls auch gemeinsam mit Ihrem Partner über zusätzliche, diagnostische Verfahren wie z.B. Fruchtwasseruntersuchung (=Amniozentese) oder hochauflösenden Ultraschall mit uns zu sprechen. (siehe auch:http://www.kozlowski.de/patientinneninformation01.htm http://www.gynprenat.de/infod.htm)

Selbstverständlich führen wir auch Blutuntersuchungen auf Ihren Wunsch durch zum Ausschluß von Infektionskrankheiten (z.B. zum Ausschluss einer Toxoplasmose, einer bakteriellen Erkrankung, die von Haustieren übertragen werden kann. (Siehe hier: http://www.medizin-netz.de/frau/toxoplasmose.htm).

Im Rahmen der regelmäßigen Ultraschallkontrollen kann eine Verlangsamung des kindlichen Wachstums festgestellt werden. Hier kann eine sogenannte Dopplerultraschalluntersuchung nötig werden, die wir Ihnen in unserer Praxis ebenfalls anbieten können. Durch die Messung des Blutflusses in ausgesuchten kindlichen Blutgefäßen kann eine Plazentaunterversorgung so rechtzeitig erkannt werden.

Abschließend möchte ich Ihnen noch eine Vorsorgeuntersuchung zur Erkennung einer versteckten Zuckererkrankung der Mutter ans Herz legen. Bei ca. 2 - 5 % aller Schwangeren entwickelt sich vor allem in der 2. Schwangerschaftshälfte eine Zuckerkrankheit: Gestationsdiabetes.

Bleibt der Gestationsdiabetes unbehandelt, können sich bei der Schwangeren schwerwiegende Komplikationen einstellen: gehäuft treten fieberhafte Harnwegsinfekte auf; eine Stoffwechselentgleisung (Gestose) und eine krankhafte Fruchtwasserzunahme entwickeln sich sehr viel häufiger als bei gesunden Frauen. Die Kaiserschnittrate ist aufgrund der hohen Anzahl von Frühgeburten und der häufig sehr großen Kinder deutlich erhöht.

Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt als Suchmethode einen einfachen Test, den Sie bei uns durchführen lassen können. (siehe auch: http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de)

Admin