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Tipps und Tricks in der Schwangerschaft


Krampfadern können in venösen Gefäßen entstehen aufgrund der schwachen Gefäßwand und des Einflusses eines Hormons, des Progesterons. Sie können diesen entgegen wirken mit Massagen, mit Auftragen eines kühlenden Gels (zB. Rosskastaniengel) oder aber auch regelmäßiger Bewegung. Dadurch wird die Wadenmuskulatur trainiert und unterstützt so den Blutrückfluß aus den Beinen zum Herzen. Im Bedarfsfall kann das Tragen von Stützenden Strümpfen nötig werden ? und: Legen Sie ruhig hin und wieder die Beine ´mal hoch?

Übelkeit in den ersten Schwangerschaftsmonaten ist lästig, kann aber gleichzeitig ein guter Parameter für eine intakte Schwangerschaft sein. Ist es morgens am schlimmsten, kann ein Stück Zwieback mit einem Schluck Tee (z.B. Pfefferminze) noch im Bett eingenommen vor dem langsamen Aufstehen eine Linderung bringen. Zwischendrin kleinen Mahlzeiten oder einen Keks einnehmen hilft oft über den Tag. Ingwer in Gebäck oder warmer Milch kann auch eine Besserung bringen. Tragen Sie lockere Kleidung und versuchen Sie reichlich zu trinken. Viele Patientinnen haben auch gute Erfahrungen mit Ingwer-Produkten gemacht.

Niedriger Blutdruck ist gerade in den frühen Schwangerschaftswochen, in denen ihr Körper das Blutvolumen erhöhen muss, keine Seltenheit. Sorgen Sie für ausreichend Flüssigkeitszufuhr und vermeiden Sie langes Stehen, wobei der venöse Rückfluss in den Beinen verlangsamt ist. Sorgen Sie für die Zufuhr von viel frischer Luft und stehen Sie aus sitzenden/liegenden Positionen langsam auf. 10-15 Tropfen Kampferöl auf einen Würfelzucker und im Mund zergehen lassen, kann hilfreich sein. In schweren Fällen kann auch ein Medikament verordnet werden.

Schlaflosigkeit ? der Körper probt für den Ernstfall Kind? Wenn Sie können, holen Sie soviel Schlaf wie nötig am Tage nach. Bewährte kleine Mittelchen sind das warme Bad mit Melisse oder eine heisse Milch mit Honig vor´m Zubettgehen, ein Kräutertee aus Melisse und Hopfen entspannt, ein gutes Buch, autogenes Training oder andere Entspannungsübungen helfen auch beim Abschalten vom anstrengenden Tag. Manchmal sind es aber auch quälende Fragen über Geburt und Baby, die Ihre Gedanken beschäftigen ? sprechen Sie mit uns oder Ihrer Hebamme darüber, so kann viel Unsicherheit abgebaut werden.Sodbrennen kann besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft sehr ausgeprägt vorkommen. Versuchen Sie Ihre Magensäure mit vielen kleinen Mahlzeiten zu beschäftigen, vermeiden Sie scharfes, fetthaltiges Essen und Fruchtsäfte, Kaffee oder kohlensäurehaltige Getränke. Milch am Abend und eine aufrechte Schlafposition verringern den Magensäurerückfluss im Schlaf.

Sport in der Schwangerschaft ist erlaubt, so lange Sie sich dabei wohlfühlen. Reduzieren Sie ihr Pensum etwas, gehen Sie nicht bis zur Leistungsgrenze und versuchen Sie keine neuen Rekorde aufzustellen. Gefährliche Sportarten sind Klettern, Reiten, Drachenfliegen, Skilaufen in großen Höhen und Mountainbiking wegen der Sturz ? und Stoßgefahr. Der Puls sollte bei 130-140 Schlägen pro Minute liegen. Achten Sie auf reichlich Flüssigkeitszufuhr und achten Sie darauf, dass die Körpertemperatur nicht über 38,2 Grad geht.

Bei Überschreitung des Geburtstermines hilft eigentlich nur Geduld. Sie können den Geburtsvorgang beeinflussen, indem Sie mit Ihrem Partner schlafen, denn im Spermasekret sind Prostaglandine enthalten, die Wehen auslösen können. "Hartnäckige Fälle" können einen Cocktail aus Rizinusöl und Aprikosensaft ausprobieren, aber bitte nur nach Rücksprache. Himbeerblättertee soll übrigens den Beckenboden lockern und so wehenempfindlicher machen ? ab der 36.SSW genommen sicherlich auch geburtsvorbereitend sinnvoll.

Die richtige Ernährung: Essen Sie wenig Fett, verwenden Sie hochwertige Öle. Fleisch sollte mager sein und gegrillt oder gedünstet und immer durchgegart! Perfekt wäre zweimalig pro Woche eine Fischmahlzeit. Verzichten Sie auf Rohmilchprodukte ( Schimmel-/Weichkäse ), auf rohe Eier (Tiramisu!!), rohes Fleisch oder Wurstwaren daraus ? sie können Überträger von Listeriose oder Toxoplasmose sein. Essen Sie selten Leber, besonders in den ersten Schwangerschaftswochen. Reduzieren Sie Kaffee und schwarzen Tee auf 1-2 Tassen täglich, trinken Sie lieber Kräutertees, grünen Tee und Mineralwasser. Waschen Sie Obst und Gemüse gründlich und reinigen Sie Hände und Arbeitsflächen gut.

Medikamente in der Schwangerschaft sind nur im Krankheitsbedarf nötig. Zur Vorbeugung von Mangelzuständen sollten Sie täglich 200 ug Jodid einnehmen und vor der Schwangerschaft bis zur ca. 12. SSW Folsäure (0,4 mg) zuführen. Viele Schwangere bevorzugen dennoch ein Multivitaminpräparat, empfehlenswert sind die Produkte Femibion, Neovin und Orthomol natal. Vegane Schwangere sollten an Vitamin B12 denken! Beginnen Sie übrigens immer mit einer kleinen Probepackung ? der Geschmack ist in der Schwangerschaft oft verändert! Bei Schnupfen sind im Ernstfall Nasentropfen erlaubt, bei Schmerzen und Fieber dürfen Sie Paracetamol einnehmen. Pflanzliche Medikamente wie Bronchipret und Sinupret sind bei Erkältungsbeschwerden möglich. Bei Wadenkrämpfen fehlt Ihnen Magnesium, was Ihnen auch bei ersten Beschwerden wegen Kontraktionen helfen kann ? wenn es vorher durch mich abgeklärt wurde! Häufig kommt es auch zu Eisenmangel, besonders nach der 20.SSW, eine Eisensubstitution kann dann nötig werden.

Impfungen können in der Schwangerschaft nötig sein. Eine problemlose Immunisierung ist gegen Tetanus,Polio und Diphterie möglich, am besten ab dem 2. Drittel. Nicht möglich ist die Masern-Mumps-Röten-Impfung. Reisen Sie in ein Zeckengebiet, ist eine FSME-Impfung sinnvoll (Zecken können Erreger übertragen, die eine Hirnhautentzündung verursachen).

Schwangerschaftsstreifen können Sie wahrscheinlich nicht verhindern, wenn Sie eine Neigung dazu haben. Da die Haut in der Schwangerschaft ohnehin trockener ist, sollten Sie regelmäßig eine gute, rückfettende Hautlotion verwenden. Seit geraumer Zeit gibt es speziell gegen Schwangerschaftsstreifen ein neues Produkt,"Creastrian Creme", auf dem Markt. Ab der 13.SSW wird diese einmal täglich auf die Problemzonen aufgetragen. Sie ist in der Apotheke erhältlich.

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