Diabetes

Gestationsdiabetes


Bei ca. 2 - 5 % aller Schwangeren entwickelt sich vor allem in der 2. Schwangerschaftshälfte eine Zuckerkrankheit: Gestationsdiabetes. . In Deutschland betrifft er ungefähr 20.000 bis 40.000 schwangere Frauen. Das sind bis zu fünf Prozent der Schwangeren.

Bleibt der Gestationsdiabetes unbehandelt, können sich bei der Schwangeren schwerwiegende Komplikationen einstellen: gehäuft treten fieberhafte Harnwegsinfekte auf; eine Stoffwechselentgleisung (Gestose) und eine krankhafte Fruchtwasserzunahme entwickeln sich sehr viel häufiger als bei gesunden Frauen. Die Kaiserschnittrate ist aufgrund der hohen Anzahl von Frühgeburten und der häufig sehr großen Kinder deutlich erhöht.

Bei der Entwicklung eines Gestationsdiabetes spielt das Insulin eine entscheidende Rolle. Es ist dafür verantwortlich, daß Glucose vom Blut in die Zellen gelangt und sorgt so für eine Senkung des Blutzuckerspiegels. Während der Schwangerschaft braucht die Mutter mehr Insulin. Das liegt an den Veränderungen des Stoffwechsels, die unter dem Einfluß von Schwangerschaftshormonen stattfinden. Kann die Bauchspeicheldrüse diesen erhöhten Bedarf an Insulin nicht liefern, so entsteht ein Diabetes.

Nach der Geburt braucht die Mutter wieder weniger Insulin. Das ist der Grund dafür, daß in fast allen Fällen der Diabetes nach der Schwangerschaft wieder verschwindet. Nur bei ungefähr vier Prozent der Betroffenen bleibt der Diabetes auch nach der Schwangerschaft bestehen. Das Risiko, später an Diabetes zu erkranken, bleibt aber erhöht.

Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft empfiehlt als Suchmethode einen einfachen Test, den Sie bei uns zwischen der 24 und 28.SSW durchführen lassen können. Hierfür müssen Sie nüchtern eine Zuckerlösung trinken und es erfolgt eine Nüchternblutzuckerbestimmung und eine Bestimmung des Zuckergehaltes im Blut nach 1 Stunde. Werte größer 90 mg% nüchtern und größer 160 mg% nach 1 Stunde sind auffällig und bedürfen der weiteren Abklärung.

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